Die technische Qualität digitaler Archivbilder prüfen.
ArchivQA misst Schärfe, Rauschen, Auflösung, Farbprofil, Bit-Tiefe und Tonwertumfang direkt aus der Bilddatei — und macht sichtbar, wenn eine Datei mehr behauptet, als sie enthält.
Kostenlos · ohne Anmeldung · 3 Analysen pro Tag · TIF, JPG, JP2, PNG, WebP bis 150 MB · die Datei wird nach der Analyse vom Server gelöscht.
- Schärfe (Kanten-Proxy)
- 1 480 Stufe B (> 1200)
- SNR
- 34,2 dB Stufe B (> 30 dB)
- Auflösung
- 4 256 × 5 760 px 400 ppi
- Bit-Tiefe
- 16 bit deklariert effektiv 8 bit
- ICC-Profil
- eciRGB v2 eingebettet
- Clipping (Lichter)
- 0,4 % unkritisch
- JPEG-Blockraster
- erkannt · 1,62 trotz TIFF-Container
Beispielwerte zur Veranschaulichung des Berichtsaufbaus — keine Messung.
Was diese Prüfung ist — und was nicht
ArchivQA prüft rechnerisch aus der Bilddatei heraus und liefert damit eine nachvollziehbare Orientierung für Stichproben, Abnahmen und interne Qualitätssicherung. Eine vollständige ISO-19264-Konformität setzt physische Referenz-Targets im Aufnahmeprozess voraus (IT8, Auflösungschart, Graukeil); eine targetbasierte Zertifizierung ersetzt ArchivQA nicht. Was ISO 19264 fordert
Was gemessen wird
Jede Kennzahl wird aus den Pixeldaten und den Datei-Metadaten berechnet und im Bericht mit ihrem Zahlenwert ausgewiesen — nachrechenbar statt als Ampel.
Schärfe
Kantenbasiert und auf eine Referenzgröße normalisiert, rauschkorrigiert — dadurch unabhängig von Bildgröße und Motivfläche.
Kantenbreite
Kontrastunabhängiges Gegenstück zur Schärfe in Pixeln. Rettet scharfe Scans kontrastarmer Vorlagen, etwa ausgeblichener Schrift.
SNR & Rauschen
Signal-Rausch-Abstand in dB, geschätzt über die homogensten Bildbereiche. Bei mehr als 8 Bit nativ gemessen.
Auflösung & ppi
Pixelmaß und eingebettete Auflösungsangabe, geprüft gegen die Archivempfehlung von 300 ppi.
Farbprofil
Ob ein ICC-Profil eingebettet ist — und welches. Gemischte Profile in einer Lieferung sind ein Warnzeichen.
Bit-Tiefe
Deklarierte gegen tatsächlich belegte Tonwerte: 16-Bit-Dateien mit 8-Bit-Inhalt werden als solche benannt.
Clipping
Anteil voll gesättigter Lichter und Tiefen, bezogen auf die jeweilige Tonwertregion statt auf das ganze Bild.
Kompression
Container und tatsächliches Kompressionsverfahren, inklusive verlustbehafteter JPEG-2000- und WebP-Varianten.
Bearbeitungsspuren
Tonwert-Kamm, Clip-Punkt unterhalb von 255 und Zusatzdaten im Container als Hinweis auf nachträgliche Eingriffe.
Vier Stufen, feste Schwellen
Aus den Messwerten ergibt sich eine Einstufung von A bis X. Die Schwellen sind offengelegt und für jede Datei im Bericht nachvollziehbar.
| Stufe | Schärfe | SNR | Weitere Anforderungen |
|---|---|---|---|
| A Archiv-Master | > 3000 | > 40 dB | verlustfrei, ≥ 2000 px Langkante, geringes Rauschen, kaum Clipping |
| B Archivtauglich | > 1200 | > 30 dB | ≥ 1000 px Langkante |
| C Nur Vorschau | > 400 | > 20 dB | für Recherche und Web, nicht als Master |
| X Nicht archivtauglich | — | — | unter den Mindestanforderungen |
Zusätzlich deckeln starkes Clipping und ein nachgewiesenes JPEG-Blockraster die erreichbare Stufe. Alle Schwellenwerte im Detail
Wenn die Datei mehr behauptet, als sie enthält
„TIFF, 600 ppi, 16 Bit" beschreibt zunächst nur den Container. ArchivQA sucht deshalb nach Spuren früherer Verarbeitungsschritte, die eine Umverpackung überleben — relevant vor allem bei der Abnahme beauftragter Digitalisierungen.
JPEG-Blockraster
Ein 8×8-Raster im Pixelbild verrät eine JPEG-Zwischenstufe, auch wenn die Datei verlustfrei gespeichert wurde.
DCT-Quantisierungskamm
Zweite, unabhängige Spur im Frequenzraum: JPEG-Quantisierung hinterlässt regelmäßige Lücken im Koeffizienten-Histogramm.
Hochskalierung
Interpolation erzeugt periodische Muster. 200 auf 300 ppi hochgerechnete Scans lassen sich so von echten 300-ppi-Scans trennen.
Die Browser-Prüfung läuft vollständig auf dem eigenen Rechner; es wird keine Datei hochgeladen. Nach der Kompression skalierte oder beschnittene Bilder können das Blockraster verlieren — ein unauffälliger Befund ist kein Beweis für das Gegenteil.
Werkzeuge
- Archivqualität-Check Einzelbild hochladen, vollständigen Bericht erhalten.
- TIFF prüfen Wäsche und Hochskalierung erkennen — ohne Upload im Browser.
- Gelieferte Scans prüfen Beauftragte Digitalisierung messbar abnehmen.
- DPI-Rechner Scan-Auflösung, effektive ppi und Druckgröße berechnen.
- Bildschärfe messen Unscharfe Scans und Reproduktionen technisch einordnen.
- Bearbeitung erkennen Tonwerteingriffe an der Histogramm-Signatur ablesen.
- Prüfbericht erstellen Ergebnisse als JSON, Text, Markdown oder CSV dokumentieren.
Grundlagen
- ISO 19264 Was der Standard misst, fordert — und wo seine Grenzen liegen.
- Qualitätsstufen A bis X Alle Schwellenwerte und wie eine Einstufung zustande kommt.
- Bildformate TIFF, PNG, JPEG, JP2 und WebP für die Archivierung eingeordnet.
- Scan-Qualität prüfen Schärfe, ppi, Rauschen und Clipping als Einstieg.
- TIFF & DPI prüfen Pixelmaß, ppi-Metadaten, Bit-Tiefe und ICC kontrollieren.
- JPEG-Artefakte erkennen Kompressionsspuren und ihr Risiko für Archivbestände.
- Blog Beiträge aus der Digitalisierungspraxis.
Fotografiert und digitalisiert beruflich Archivbestände. ArchivQA ist aus dieser täglichen Praxis entstanden: Alle Schwellen und Detektoren sind an realen Archivscans kalibriert, nicht an synthetischen Testbildern. Mehr über das Projekt
Eine Stichprobe dauert unter einer Minute.
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