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Scanner richtig einstellen: DPI, Bit-Tiefe & Format

Die drei wichtigsten Scanner-Einstellungen entscheiden über die Archivtauglichkeit. Was bei Fotos, Dokumenten und Großformaten jeweils sinnvoll ist.

Drei Einstellungen entscheiden über die Archivtauglichkeit eines Scans, bevor überhaupt inhaltlich gearbeitet wird: Auflösung (DPI/PPI), Bit-Tiefe und Dateiformat. Stehen sie richtig, ist die halbe Miete gezahlt. Dieser Beitrag erklärt praxisnah, was bei Fotos, Dokumenten und Großformaten jeweils sinnvoll ist.

Einstellungs-Finder

Vorlage wählen — empfohlene Auflösung, Bit-Tiefe, Format und die zu erwartende Dateigröße auf einen Blick.

Empfehlung

 

DPI und PPI: Wie viel Auflösung wirklich nötig ist

„DPI" (dots per inch) und „PPI" (pixels per inch) werden im Alltag oft synonym verwendet. Entscheidend ist die Auflösung bezogen auf die Originalgröße. Eine höhere Zahl ist nicht automatisch besser — irgendwann digitalisierst du nur noch Filmkorn oder Papierstruktur, ohne echten Informationsgewinn, und blähst die Dateien unnötig auf.

Achte darauf, dass die Auflösung als Metadatum gespeichert wird. ArchivQA liest dieses Feld und meldet, wenn es fehlt oder unter dem empfohlenen Wert liegt.

Bit-Tiefe: 8 oder 16 Bit pro Kanal?

Die Bit-Tiefe bestimmt, wie viele Tonwertabstufungen pro Farbkanal gespeichert werden. 8 Bit ergeben 256 Stufen pro Kanal, 16 Bit über 65.000. Für tonwertreiche oder farbige Vorlagen lohnen 16 Bit: Tonwertkorrekturen hinterlassen dann keine sichtbaren Abrisse im Histogramm. Reine Schwarz-Weiß-Textdokumente kommen häufig mit 8 Bit aus.

Wichtig zu wissen: Die Bit-Tiefe lässt sich nicht zuverlässig „dem Bild ansehen" — sie steht in den Metadaten. ArchivQA liest sie direkt aus dem TIFF-Tag aus und empfiehlt 16 Bit für Archiv-Master.

Format: verlustfrei für den Master

Der Master gehört in ein verlustfreies Format — meist TIFF, alternativ PNG oder JPEG 2000 im Lossless-Modus. Verlustbehaftetes JPEG ist für Master ungeeignet, weil bei jedem Speichern Qualität verloren geht. Für Online-Ansichten erzeugst du daraus ein separates, komprimiertes Derivat. Der ausführliche Formatvergleich steht unter Bildformate.

Empfohlene Einstellungen je Vorlage

Vorlage Auflösung Bit-Tiefe Format
Fotoabzug (Farbe)400–600 ppi16 BitTIFF
Dokument (S/W-Text)300–400 ppi8 BitTIFF
Dokument (farbig)400 ppi16 BitTIFF
Dia / Negativ (Kleinbild)3.000–4.000 ppi16 BitTIFF
Mittelformat2.400 ppi16 BitTIFF
Großformat / Karte300 ppi16 BitTIFF

Wie viele Pixel und wie viel Speicher daraus werden, rechnet der DPI-Rechner aus — oder direkt der Einstellungs-Finder oben.

Schnell-Setup für die meisten Vorlagen

Aufsichtsvorlage in Farbe? 300–400 PPI, 16 Bit pro Kanal, TIFF verlustfrei, ICC-Profil eingebettet. Damit liegst du in fast allen Fällen richtig und triffst die Anforderungen für eine hohe Qualitätsstufe.

Ob deine Einstellungen am Ende stimmen, zeigt eine objektive Messung: Lade einen Testscan bei ArchivQA hoch und kontrolliere Auflösung, Bit-Tiefe, Format und Schärfe auf einen Blick — bevor der ganze Bestand folgt.

KW
Konstantin Weber
Leiter Reprofotografie in einem Archiv

Fotografiert und digitalisiert beruflich Archivbestände — ArchivQA ist aus dieser täglichen Praxis entstanden. Mehr über das Projekt

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